Geschichte 2018-05-03T15:24:57+00:00

Die Geschichte unserer Pfarreiengemeinschaft

Die Geschichte der Kirche am See – PG Wasserburg ist über lange Zeit die Geschichte der Kirche und Pfarrei St. Georg. Erst Anfang der 1960er Jahren wurde Nonnenhorn mit dem ehemaligen Benefizium St. Jakobus zur Pfarrei St. Christophorus erhoben und ganz am Ende der 1960er Jahre wurden einige Ortsteile der Gemeinde Bodolz und der Lindauer Stadtteil Schachen mit den Winkeln Degelstein und Alwind zur eigenständigen Pfarrei St. Johannes der Täufer.

Bis dahin gehörten die Dörfer und Flecken Nonnenhorn, Hege, Hattnau, Selmnau, Hengnau, Bettnau, Hochsträß, Enzisweiler, Bodolz, Mittenbuch, Hoyerberg, Ebnet, Schwand, Bichl, Reutenen, das ehemalige Mitten und Wasserburg zu St. Georg.

So feingliedrig und vielfältig die Landschaft am See ist, so ist es auch die Geschichte der Ortschaften; so eigen sind die Menschen und ihre Geschichten, die sich zur großen Geschichte zusammenfügen. So kleinteilig auf der einen Seite die Hügel und Senken, die Wälder, Wiesen, Obstplantagen und Weingärten auch sind, so weit, so frei, so großzügig ist der Blick über den See. Ungefähr die Hälfte des Pfarrgebietes der Kirche am See – PG Wasserburg liegt im Bodensee, aber so genau weiß das Keiner.

Die Landschaft prägt die Menschen: Ein tiefverankertes Gefühl für Heimat und ein visionärer Blick ins Weite. Beides in einer Seele vereint prägte am See Mystiker und Heilige, Künstler und Literaten, Kaufleute und Ingenieure (natürlich gab es hier auch die Anderen, die Hexenverfolger, rebellischen Bauern, und wie überall auch Drimsler und Drodler).

Die älteste Nennung von St. Georg findet sich in einer Pergament-Urkunde aus dem Jahr 784, durch die drei alemannischen Frauen (Liupnia und ihren Töchtern Sikifrit und Rotni) die Freiheit geschenkt wurde. Mit der Freiheit werden sie „Kirchensteuerpflichtig“ und sollten einen jährlichen Betrag (sogg. Trimissa) an die Wasserburger Kirche St. Georg zahlen. Wasserburg gehörte damals bereits zum Kloster St. Gallen und lag im Herzen des Bistums Konstanz.

Mit „Wasserburg“ wurde damals nur die Insel bezeichnet, auf der das Schloss, die Kirche und der Pfarrhof stand. Der Ort vor der Insel auf dem Festland hieß Mitten und der wichtigste Posten in der ursprünglich alemannischen Herrschaft Wasserburg war der befestigte Hof in Hege. Der Name Hege leitet sich von Haag, Zaun oder Mauer ab – vergleichbar dem Niederländischen Den Haag. Ein weiterer Hof mit überregionaler Bedeutung stand auf Bodolzer Gemeindegebiet. Der verlorengegangene Lutzenweiler scheint eine Verbindung mit den Franken gehabt zu haben und könnte seinen Namen vom karolingischen König Ludwig den Frommen (Lutz = Ludwig?) bekommen haben. Vielleicht ist dieses Hofgut auch jener Besitz, den der Hl. Bischof Gebhard aus seinem Erbe der Klostergründung Petershausen bei Konstanz vermacht hatte.

Die Geschichte dieses Landstriches mit seinen vielen Legenden und Sagen birgt noch manches Geheimnis – wie zum Beispiel das, warum im Namen und im Wappen von Nonnenhorn eine Nonne vorkommt? Die Gründungslegende eines Frauenklosters in Nonnenhorn, das durch einen schiffbrüchigen alemannischen Grafen im Jahr 810 gegründet worden sei, ähnelt sehr dem Gründungsakt des Lindauer Damenstiftes, der nur wenige Jahre später datiert ist. Wahrscheinlich war ein Alemanne namens Nonan oder Nunan der Namengeber.

Allerdings sind im Bodensee tatsächlich ganze Abteien untergegangen und vielleicht sind solche Geschichten eine Erinnerung daran. So flohen die Nonnen des Klosters Urspring (süd-östlich von Blaubeuren) vor den Wirren des 30-jährigen Krieges und wollten mit ihrem Kirchenschatz den Bodensee überqueren. Doch das gecharterte Boot sankt im See mit allen Nonnen und dem ganzen Schatz. Ob die Nonnen von Urspring von Nonnenhorn abgefahren sind ist nicht überliefert.

Eine kleine Galerie historischer Aufnahmen und Bilder der Wasserburger Kirche

Die Geschichte der Kirchen und Kapellen in der Kirche am See – PG Wasserburg

St. Georg, Wasserburg

Pfarrkirche, ca. 400 Sitzplätze
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St. Johannes der Täufer, Bodolz-Schachen

Pfarrkirche, ca. 300 Sitzplätze
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St. Christophorus, Nonnenhorn

Pfarrkirche, ca. 350 Sitzplätze, barrierefrei.
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St. Jakobus, Nonnenhorn

Kapelle, ca. 70 Sitzplätze
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St. Antonius, Selmnau

Kapelle, ca. 40 Sitzplätze
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Heilig-Kreuz-Kapelle, Hege

Kapelle, ca. 10 Sitzplätze
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St. Agatha, Hege

Kapelle, ca. 20 Sitzplätze
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St. Markus, Enzisweiler

Kapelle, ca. 25 Sitzplätze
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St. Jakobus, Reutenen

Kapelle, ca. 4 Sitzplätze
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